RINSPEED E-GO ROCKET IN CHINA

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„Fei ji", „Fei ji" (Flugzeug, Flugzeug) ruft Feng Tian Zhong entzückt aus der Menge. Das lange silberne Objekt mit seinen ausgeprägten Heckflossen erinnert tatsächlich an ein solch fliegendes Objekt. Doch der Chinese am Tian‘anmem Square in mitten von Peking hat weit gefehlt: die „Rinspeed E-Go Rocket" ist in China.

(Beijing, VR China). Riesenwirbel in China um die Schweizer Autoveredelungsfirma Rinspeed AG! Als erstem Automobilhersteller der Welt gelang es Rinspeed mit Unterstützung des Schweizer Uhrenspezialisten „Les Ambassadeurs", einen jener exotisch aussehenden Prototypen, welche bei Automobilsalons die Besucher wie Magneten anziehen, für den chinesischen Strassenverkehr zuzulassen. Rinspeed-Inhaber Frank M. Rinderknecht (42) höchstpersönlich steuerte die über 400 PS starke Eigenkonstruktion „E-Go Rocket" drei Tage lang durch die Strassen Beijings und in die weitere Umgebung. Bei jedem Halt bildeten sich Menschentrauben um das einsitzige Gefährt. Hunderte von Chinesen bedrängten das 250‘000 Dollar teure Traumauto, knipsten drauflos, fragten dem Fahrer Löcher in den Bauch. Am berühmten Tian‘anmem-Platz drohte deswegen sogar der Verkehr zusammenzubrechen. Frank M. Rinderknecht: "So etwas habe ich noch nie erlebt. Jetzt weiss ich, wie es Filmstars ergeht, wenn sie an die Öffentlichkeit treten. Nur Autogramme schreiben musste ich glücklicherweise nicht."

Höhepunkt des "E-Go"-Trips: Ein Ausflug zur Chinesischen Mauer, die erst wenige Tage zuvor vom amerikanischen Präsidenten Bill Clinton auf seiner China-Reise besucht worden war. Auch hier, bei diesem historischen, Jahrtausende alten Bauwerk: Menschenaufläufe, die selbst einem Bill Clinton alle Ehre gemacht hätten. Wo immer die "E-Go Rocket" auch auftauchte, drängten sich die Menschen um das originelle Auto; wollten es berühren, bestaunen. Um ein brauchbares Foto vom symbolträchtigen Treffen "Schweizer Hi-Tech-Fahrzeug mit der chinesischen Monumental-Architektur" zu machen, musste die "E-Go Rocket" deshalb den Weg hinauf zum legendären Bollwerk in den Bergen ausserhalb von Beijing gleich noch ein zweites Mal unter die „Continental"-bereiften Räder nehmen - am späten Abend, als die Touristenheere bereits wieder abgezogen waren.

Nach ihrem China-Besuch flog die "E-Go Rocket" im Frachtraum einer „Lufthansa"-Maschine in die Schweiz zurück, wo sie bei Rinspeed für weitere Auslandeinsätze fit gemacht wird.

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